Wednesday, February 8, 2012

Thema Herzinfarkt: Warum es alle angeht

Samstag, November 7, 2009
Ein Beitrag aus der Kategoerie Aktuelles

37 Minuten oder mehr bis zur Rettung

Info-Tag im Herz- und Diabeteszentrum am 10.11.2009, 17.00 Uhr – Eintritt frei

Dass beim Herzinfarkt jede Minute zählt, hat fast jeder schon einmal gehört. Warum das so ist, wissen aber nicht alle. Das wollen Dr. Klaus-Peter Mellwig, Leiter der Kardiologischen Intensivstation im Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) NRW, Bad Oeynhausen, und seine Mitstreiter am kommenden Dienstag ändern. Anlässlich des von der Deutschen Herzstiftung ausgerufenen Herzmonats laden sie Interessierte, Angehörige und Patienten aller Altersstufen zur kostenlosen Informationsveranstaltung zum Thema Herzinfarkt ein. Beginn ist um 17.30 Uhr im Hörsaal des HDZ NRW, Georgstr. 11.

Der akute Herzinfarkt zählt zu den gefürchteten Erkrankungen der westlichen Industrienationen. 70.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an einem Infarkt. Wie man einen Herzinfarkt auch als Nicht-Betroffener erkennen kann, wie man reagieren sollte und einem Patienten bis zum Eintreffen des Rettungswagens am besten helfen kann und wie ein automatischer Defibrillator zur Lebensrettung eingesetzt wird, stellen Fachärzte und Experten am Dienstag im Herz- und Diabeteszentrum vor. Denn darin sind sich die Veranstalter – neben dem HDZ beteiligen sich das Krankenhaus Bad Oeynhausen, die Gollwitzer-Meier-Klinik, die Feuerwehr und Johanniter-Unfall-Hilfe Bad Oeynhausen, die niedergelassenen Ärzte und die Volkshochschule der Stadt Bad Oeynhausen an den Vorträgen und Workshops zum Thema – einig: Je schneller die Rettungskette vom Auftreten der ersten Symptome bis zum Eingriff im Herzkatheterlabor funktioniert, umso besser sind die Chancen, den Herzmuskel vor dauerhaftem Schaden zu bewahren.

„In Bad Oeynhausen vergehen durchschnittlich nur 37 Minuten vom Eintreffen des Patienten bis zum Öffnen des Gefäßverschlusses,“ erläutert Dr. Mellwig. Der Rettungswagen der Feuerwehr ist innerhalb von acht bis zehn Minuten an jedem Ort in Bad Oeynhausen zur Stelle. Mittels Telemedizin können bereits während der Fahrt erste Befunde in das Herzkatheterlabor weitergeleitet werden. Aber die Symptome und drohende Gefahr richtig zu erkennen, unverzüglich den Notarzt zu rufen – in dieser Hinsicht bestehe immer noch immenser Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung, stellte Dr. Jost Niedermeyer, Leiter der Medizinischen Klinik I des Krankenhauses Bad Oeynhausen, fest. Anke Richter, Vorsitzende des Hausärztevereins Bad Oeynhausen, bestätigt: „Weil die Beschwerden oft in der Nacht auftreten und zudem bei Männern und Frauen sehr verschieden sein können, wird das Gesundheitsrisiko meist unterschätzt.“ Durchschnittlich drei bis sechs Stunden vergehen, bis der Arzt informiert werde. „Das kann im Einzelfall ernste Folgen haben,“ so Mellwig. Deshalb wendet sich die Veranstaltung in diesem Jahr gezielt auch an Familien und Angehörige, die mit ihrem Wissen zum Thema Herzinfarkt im Ernstfall Leben retten können.

Themen am Dienstag: Entstehung des Herzinfarktes, Akutversorgung durch Notarzt und Feuerwehr, Akutbehandlung im Herzkatheterlabor, Krankenhaus und Nachsorge, Workshop: Wiederbelebung für Laien, Workshop: Anwendung eines Automatischen Defibrillators.

Beginn: 17.00 Uhr. Info: www.hdz-nrw.de

Foto (Armin Kühn):

Warum beim Herzinfarkt jede Minute zählt, erklären am Dienstag (v.l.n.r.) Dr. Joanna Gilis-Januszewski, Dr. Frank van Buuren (Kardiologische Klinik, HDZ NRW), Hans Brink (Deutsche Herzstiftung), Wolfhard Ehrlich (Johanniter Unfall-Hilfe), Olaf Brandt (Feuerwehr Bad Oeynhausen), Dr. Klaus-Peter Mellwig (Kardiologische Klinik, HDZ NRW), Marco Ambühl (Medtronic), Dr. Jost Niedermeyer (Krankenhaus Bad Oeynhausen), Anke Richter (Hausärzteverein Bad Oeynhausen) und Dr. Carsten Cordes (Gollwitzer Meier Klinik). Im Hintergrund die Rettungssanitäter Nils Otto (lks.) und Antje Ahrends (re.).

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen

Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Anna Reiss

Georgstr. 11

Tel. 05731 / 97 1955

Fax 05731 / 97 2028

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www.hdz-nrw.de