Thursday, February 9, 2012

Chinesische Sicherheitskräfte setzen bei der Festnahme von Tibetern Chloroform ein

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Montag, Juni 30, 2008
Ein Beitrag aus der Kategoerie Aktuelles

Einer zuverlässigen Quelle zufolge sprühten chinesische Sicherheitskräfte am 18. Juni Chloroform auf eine 22jährige Tibeterin namens Passang Dolma aus dem Dorf Lamnga im Bezirk Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, als diese vor dem Degonpo Tempel friedlich demonstrierte und Unabhängigkeit für Tibet forderte. Sie wurde in bewußtlosem Zustand verhaftet. Der Zweck dieser Maßnahmen war wohl, daß sie bei ihrer Verhaftung keine anderen Leute durch ihre Schreie auf sich aufmerksam machen sollte.

Bevor sie zu ihrer friedlichen Demonstration aufgebrochen war, hatte sie ihren Hausschlüssel bei einem Bekannten hinterlassen und ihn darum gebeten, ihrem Bruder ihre letzte Botschaft zu übermitteln, falls sie bei oder nach der Demonstration sterben sollte. “Unsere Eltern hofften und träumten viele Jahre lang davon, Seine Heiligkeit den Dalai Lama wieder in Tibet begrüßen zu können, und von der Unabhängigkeit unseres Landes, nun folge ich ihrem Pfad mit voller Überzeugung und Unerschrockenheit. Und sollte ich auch sterben, so werde ich meine Tat nicht bereuen.” Dies waren ihre letzten Worte, bevor sie mit unerschütterlichem Mut und Entschlossenheit aufbrach, um zu tun, was sie sich vorgenommen hatte.

Am 21. Juni um etwa 11 Uhr vormittags demonstrierte Jampa Choepel aus Minyen Dhab auf friedliche Weise, indem er sich mit einem fest um den Kopf gebundenen Tuch, auf dem ein kleines Bild des Dalai Lama zu sehen war, und der verbotenen tibetische Nationalflagge in der Hand in der Öffentlichkeit zeigte. Sofort erschien das Sicherheitspersonal, das ihn heftig schlug und dann festnahm.

In einem anderen Fall wurden kürzlich Ngagha und Dorjee Tashi aus dem Dorf Gyensang in der Gegend von Kardze nach langen und intensiven Befragungen festgenommen. Sie waren unter denjenigen gewesen, die ein chinesisches Militärfahrzeug mit Steinen bewarfen, als das PSB-Personal tibetische Demonstranten verhaftete.

Einer anderen Mitteilung zufolge handelt es sich bei dem Laien, der am 18. Juni zusammen mit den Mönchen des Klosters Beri friedlich demonstrierte, um den 28jährigen Palden Nyima aus Minyen Dhab.

Außerdem erhielten wir zwei weitere Namen von Tibetern, die am Nachmittag des 22. Juni friedlich demonstrierten. Es sind dies Karma Wangchuk (28) und die 17jährige Pelmo aus Minyen Dhab.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen:
1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München

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Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.

Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik “Tibet”, wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter tibet@igfm-muenchen.de.

quelle openpr